Erste Eindrücke vom Chefcoach
Interview mit Cheftrainer Philipp Simon: „Wir sind auf einem guten Weg“
Philipp, wie waren deine ersten Wochen als Cheftrainer?
Die ersten Wochen waren sehr intensiv – aber genau darauf habe ich mich gefreut. Neben dem Platz gab es viele Themen zu organisieren: Kaderplanung, Vorbereitung, interne Abläufe und die Entwicklung einer gemeinsamen Spielidee. Gleichzeitig macht es großen Spaß zu sehen, wie die Mannschaft die Inhalte annimmt und jeden Tag bereit ist, dazuzulernen. Wir sind auf einem guten Weg, wissen aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.
Wie fühlt es sich an, die Mannschaft jetzt von außen zu begleiten? Vermisst der Spieler Philipp Simon manchmal den Ball?
Natürlich ist das eine Umstellung. Als Spieler möchte man in manchen Situationen am liebsten selbst eingreifen und Lösungen finden. Mittlerweile überwiegt aber ganz klar die Perspektive des Trainers. Es macht mir große Freude, die Jungs zu beobachten, sie zu coachen und ihre Entwicklung zu begleiten. Besonders schön ist es, wenn man erkennt, dass die Inhalte aus dem Training im Spiel umgesetzt werden.
Foto: D. Schall
Welche Erkenntnisse hast du aus der Vorbereitung mitgenommen?
Die Vorbereitung hat gezeigt, dass die Mannschaft sehr lernwillig ist und unsere Inhalte gut aufnimmt. Gerade im Offensivspiel funktionieren bereits viele Abläufe. Die Spieler versuchen, das Erarbeitete direkt umzusetzen, und man erkennt von Woche zu Woche Fortschritte.
Gleichzeitig haben wir gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Vor allem gegen den Ball wollen wir über die gesamten 90 Minuten disziplinierter und geschlossener als Einheit verteidigen. Daran werden wir in den kommenden Wochen intensiv arbeiten, damit diese Abläufe noch automatischer werden und wir insgesamt kompakter auftreten.
Durch die Verletzungen im Team hört man von den Fans immer wieder: „Da kommt bestimmt noch einer.“ Ist der Kader bereits komplett?
Grundsätzlich sind wir mit unserem Kader zufrieden. Natürlich haben uns die Verletzungen in der Vorbereitung etwas ausgebremst. Im Fußball weiß man aber nie, was bis zum Ende der Transferperiode noch passiert. Wir beobachten den Markt und sind auf alle Szenarien vorbereitet. Aktionismus wird es bei uns allerdings nicht geben. Wenn wir noch etwas machen, dann muss es sportlich und menschlich zu unserer Mannschaft passen.
Foto: D. Schall
Zum Saisonauftakt geht es direkt nach Vichttal. Wie bewertest du den Start?
Ein Auftakt in Vichttal ist direkt eine große Herausforderung. Sie gehören seit Jahren zu den stärksten Mannschaften der Liga und werden auch in dieser Saison wieder oben mitspielen. Gleichzeitig freuen wir uns auf diese Aufgabe. Solche Spiele zeigen schnell, wo man als Mannschaft steht. Wir fahren mit dem nötigen Respekt dorthin, aber ganz sicher nicht, um uns zu verstecken.
Wer sind für dich die Favoriten der Liga – und welches Ziel verfolgst du mit deiner Mannschaft?
Ich sehe den VfL Vichttal, den SSV Merten und Eintracht Hohkeppel im erweiterten Favoritenkreis. Sie verfügen über viel Qualität und Erfahrung und gehören für mich zu den stärksten Teams der Liga.
Wir selbst befinden uns in einem Umbruch und möchten uns nicht über große Worte definieren. Unser Ziel ist es, eine Mannschaft zu entwickeln, die in jedem Spiel mutig auftritt, unsere Spielidee konsequent umsetzt und sich Woche für Woche weiterentwickelt. Wenn uns das gelingt, wird sich der Tabellenplatz am Ende von selbst ergeben.
Zum Abschluss: Was möchtest du den Fans mit auf den Weg geben?
Zunächst möchte ich mich für die großartige Unterstützung bedanken. Gerade in einer Phase des Neuanfangs ist der Rückhalt unserer Fans enorm wichtig. Wir werden sicherlich nicht jedes Spiel perfekt gestalten, aber ich kann versprechen, dass die Mannschaft in jedem Training und in jedem Spiel alles investieren wird. Wir wollen als Team auftreten, Leidenschaft zeigen und unsere Fans stolz machen. Wenn wir diesen Weg gemeinsam gehen, bin ich überzeugt, dass wir eine gute Saison spielen werden. Wir freuen uns darauf, euch möglichst zahlreich am Spielfeldrand zu sehen.
Ein Blick auf Philipp Simon:
Philipp Simon – Dürener, Führungsspieler und Cheftrainer
Mit Philipp Simon steht seit Sommer 2026 ein echtes Dürener Eigengewächs an der Seitenlinie des 1. FC Düren. Der am 10. Januar 1994 in Düren geborene Offensivspieler kennt den Verein und die Region wie kaum ein anderer – und bringt sowohl sportliche Qualität als auch eine enge Verbundenheit zum Club mit.
Der Werdegang
Seine fußballerische Ausbildung begann Philipp Simon beim 1. FC Köln, bevor er in die Nachwuchsabteilung von Alemannia Aachen wechselte. Dort durchlief er sämtliche Jugendmannschaften bis zur U19-Bundesliga und sammelte anschließend erste Einsätze im Profibereich in der 3. Liga. Weitere Stationen führten ihn über den FC Düren-Niederau, den FC Bergheim 2000, Borussia Freialdenhoven und den TV Herkenrath schließlich Anfang 2019 zum 1. FC Düren.
Seine Zeit beim 1. FC Düren
Mit dem 1. FC Düren verbindet Philipp Simon die prägendste Phase seiner Laufbahn. Über viele Jahre war er eine feste Größe, Leistungsträger und Identifikationsfigur des Vereins. Als offensiver Mittelfeldspieler überzeugte er nicht nur mit Toren und Vorlagen, sondern vor allem mit Spielintelligenz, Übersicht und großem Einsatzwillen.
Er begleitete den sportlichen Aufschwung des Vereins, war Teil der erfolgreichen Regionalliga-Jahre und übernahm auf und neben dem Platz Verantwortung. Mit seiner Erfahrung und seiner Persönlichkeit entwickelte er sich zu einem wichtigen Führungsspieler innerhalb der Mannschaft. Sein Umgang mit den Fans führte zu einer engen Verbindung in unsere aktive Szene, die ihm sehr am Herzen liegt und mit der er auch über den Fußball hinaus engen, respektvollen Kontakt pflegt.
In seiner bisherigen Laufbahn absolvierte Philipp Simon mehr als 380 Pflichtspiele und war an über 210 Toren direkt beteiligt – ein Beleg für seine Konstanz und seine Qualität im Offensivspiel.
Vom Führungsspieler zum Cheftrainer
Nach seiner aktiven Laufbahn folgte der nahtlose Übergang an die Seitenlinie. Als Cheftrainer möchte Philipp Simon die Werte weitertragen, die ihn bereits als Spieler ausgezeichnet haben: Leidenschaft, Teamgeist, harte Arbeit und eine klare Spielidee.
Dabei setzt er auf mutigen Fußball, hohe Intensität und eine Mannschaft, die geschlossen auftritt. Gleichzeitig ist ihm die Entwicklung junger Spieler besonders wichtig. Sein Ziel ist es, eine Mannschaft zu formen, die sich kontinuierlich verbessert und mit einer klaren Identität den 1. FC Düren repräsentiert.
Verwurzelt in Düren
Philipp Simon steht wie kaum ein anderer für den 1. FC Düren. Als gebürtiger Dürener kennt er den Verein, die Menschen und die Erwartungen im Umfeld. Diese enge Verbundenheit macht ihn zu einem wichtigen Gesicht des Clubs – damals als Spieler und heute als Cheftrainer.
Mit seiner Erfahrung, seiner Leidenschaft und seiner Identifikation mit dem Verein soll er den nächsten Schritt in der Entwicklung des 1. FC Düren mitgestalten.
